claus_kleinVerkosten von Edelbränden 
 
Schauen - Riechen - Schmecken !

Sensorik ist zu 80 Prozent Riechen und zu 20 Prozent Schmecken. Mit der Zunge kann man nur süß, sauer, salzig, bitter und umami (fleischig,herzhaft, wohlschmeckend) beurteilen. Erst im Zusammenspiel mit der Nase (retronasal) kann ein Geschmacksurteil entstehen. Für ein perfektes Ergebnis, werden Duft und Geschmack mit der Harmonie beurteilt. Gefragt sind Motivation und Konzentration. Ein geeigneter Verkostungsraum sollte hell, angenehm temperiert und geruchsneutral sein.Umami Für die meisten Produkte liegt die optimale Probentemperatur knapp unter Zimmertemperatur. (15 - 18 Grad). Gekühlte Brände schmecken zwar milder, beinträchtigen aber den Fruchtgeschmack erheblich. Am Beginn der Probenfolge stehen immer weniger intensive Destillate. Holzfassgelagerte Brände am Ende einplanen. Wasser und Gebäck können gereicht werden und dienen zum Neutralisieren. 
 
 
 
 Beschreibendes Vokabular bei Edelbrand - Verkostungen
 
Kriterium 
positv
negativ
Aussehen 
klar, schönes goldgelb (bei Holzfasslagerung)
trüb, unerwünscher Braunstich, Fremdstoffe
Geruch / Reintönigkeit
sauber, klar, reintönig, fehlerfrei
unrein, dumpf, faulig, stechend, schimmelig
Geruch / Intensität
intensiv, zart, feinfruchtig, typisch
verhalten, schwach, untypisch
Geschmack / Frucht
vollreif, ausgeprägt, typisch
unreif, grün, krautig, untypisch,
Geschmack / Reintönigkeit
sauber, fehlerfrei, rein
sauer, muffig, erdig, bitter, scharf, fuselig, krautig
Geschmack / Intensität
würzig, kräftig, markant, groß, ausgewogen
ausdruckslos, schwach, dünn, neutral,
Geschmack / Körper
 vollmundig, kräftig, füllig, kompakt
dünn, wässrig, leer
Abgang
lang, harmonisch, elegant, ausgewogen
scharf, bitter, kurz